Die Liste Junger Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte setzt sich insbesondere für die Interessen junger Kolleginnen und Kollegen ein. In der kommenden Legislaturperiode werden das insbesondere folgende Themenschwerpunkte sein:

1. Generationengerechte Ausschüttungspolitik
Wir setzen uns für die Bildung von höheren Rückstellungen für die heute jungen Kolleginnen und Kollegen ein, die durch die Erhöhung des Renteneintrittsalters ohnehin einen deutlich erhöhten Aufwand zur Erzielung einer angemessenen Alters- und Berufsunfähigkeitsabsicherung betreiben müssen. Die Zukunft darf durch die Älteren nicht „verfrühstückt“ werden.

2. Nachhaltige Kapitalanlagepolitik
Wir setzen uns für eine breit diversifizierte Kapitalanlage ein, durch die in Zeiten eines allgemein niedrigen Zinsniveaus der Rechnungszins auch weiterhin erreicht werden kann. Dabei hinterfragen wir die Anlagepolitik und setzen auf Sicherheit.

3. Prävention von Berufsunfähigkeitsrisiken
In Anbetracht einer steigenden Zahl  von Berufsunfähigkeitsrenten und der damit verbundenen Belastung des Versorgungswerkes setzen wir uns für die Aufnahme von Präventionsmaßnahmen, insbesondere zur Vorbeugung psychischer Erkrankungen in den Leistungskatalog des Versorgungswerkes ein, um den betroffenen Kolleginnen und Kollegen zu helfen und die Kassen des Versorgungswerkes zu entlasten.

4. Anwältinnen im Versorgungswerk
Wir setzen uns dafür ein, dass die spezifischen Interessen von Rechtsanwältinnen als Mitglieder des Versorgungswerkes besonders berücksichtigt werden. Dies betrifft insbesondere die angemessene Berücksichtigung der aufgrund von Kindererziehung nur in Teilzeit tätigen Kolleginnen und Kollegen.
Weiter setzen wir uns durch die Aufstellung geeigneter Kandidatinnen auf den Listen dafür ein, dass die Gremien des Versorgungswerkes weiblicher werden. Durch die Kandidatur eines Mitglieds des Geschäftsführenden Ausschusses der Arbeitsgemeinschaft Anwältinnen im Deutschen Anwaltverein wird unser Personalangebot komplettiert.

5. Stärkung der Kontakte zu den politischen Entscheidungsträgern
Den Versorgungswerken weht aus der Politik, von den Trägern der Gesetzlichen Rentenversicherung und den Sozialgerichten ein steifer Wind entgegen. Hierdurch wird immer mehr Kollegen der Zugang zu den  Versorgungswerken verwehrt. Wir treten dafür ein,  durch eine Intensivierung des Dialoges mit den handelnden Personen in Legislative, Exekutive und Judikative, insbesondere denjenigen, die uns kritisch gegenüberstehen, die Zukunftsfähigkeit der Versorgungswerke sicher zu stellen.

6. Transparenz innerhalb des Versorgungswerkes
Wir wollen die Mitbestimmung innerhalb des Versorgungswerks stärken und ausbauen. Dabei bedarf es zunächst einer möglichst breiten und zeitnahen Information der Mitglieder der Vertreterversammlung und der Ausschüsse.